Burnout Prävention

Stress / Burnout - Folgekosten

Das Burnout-Syndrom ist nicht nur zu einem individuellen Problem geworden, sondern hat mittlerweile auch eine volkswirtschaftliche Bedeutung erlangt.

Kurse für Privatpersonen und Firmen

Gerne berate ich Firmen aber auch einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter punkto Burnout Prävention und Stressbewältigung.

Mein Dienstleistungsangebot umfasst einzelne Beratungsgespräche bis zu individuell ausgearbeiteten Kursen (ganz- bis mehrtägig) für Unternehmen.

Mehr Informationen zum Kursangebot

Yoga gilt als eine der besten Methoden zur Stressbewältigung und Burnout-Präventionen.
Auf Anfrage führe ich Yogakurse in Unternehmen durch.

Infos zu Stress und Burnout

Für mehr Informationen die unten stehenden Titel anklicken

Burnout ist ein Erschöpfungssyndrom, das sich über längere Zeit schleichend durch Überforderung wie Stress entwickeln kann. Häufig trifft es gerade sehr engagierte Personen, welche längere Zeit einem Ungleichgleichgewicht zwischen Anforderungen (Effort) und Ressourcen (Reward) ausgesetzt sind.
Burnout wird häufig von Depressionen begleitet und wird deshalb auch als Erschöpfungs-Depression bezeichnet.

Definition gemäss Pschyrembel klinisches Wörterbuch:
„Ein Burnout-Syndrom (englisch (to) burn out: „ausbrennen“) bzw. Ausgebranntsein ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Es kann als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt.“

Ein Sprichwort sagt: „Wer nie gebrannt hat, kann auch nicht ausbrennen“.

Häufig trifft es gerade sehr engagierte Menschen. Das Burnout betrifft beide Geschlechter, beinahe jedes Alter, alle Berufe, alle soziale Schichten.

Der typische Burnout-Gefährdete zeigt folgende Persönlichkeitsmerkmale auf:

  • Neigung zu hoher Leistungsbereitschaft
  • sehr engagiert bzw. überengagiert
  • Hang zu Perfektionismus
  • starke Identifikation mit der Arbeit
  • streben nach Erfolg, sehr wettbewerbs- und erfolgsorientiert
  • fehlendes Bewusstsein bezüglich der Wichtigkeit von ausgleichenden Tätigkeiten
  • oftmals geringes Selbstwertgefühl
  • eher ängstlich, sensibel
  • geringe Sensibilität für die eigenen Gefühle
  • Vernachlässigung eigener Gefühle
  • ziehen es vor, unter Zeitdruck zu arbeiten
  • Neurotizismus und Ängstlichkeit
  • eigene Unentbehrlichkeit, fühlen sich unersetzbar und haben deshalb Mühe, Dinge zu delegieren“

Das SECO erwähnt folgende Warnsymptome, welche zu einem Burnout führen können:

  • Subtile Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
  • Beschränken sozialer Beziehungen auf Beziehungen in Zusammenhang mit der Arbeit
  • Versagensängste
  • Anforderungen als Belastung erleben
  • Unfähigkeit zu Entspannen
  • Veränderungen des Gesundheitsverhaltens: zu wenig Schlaf und Bewegung, unregelmässige Mahlzeiten, ungenügende Erholungspause
  • Chronische Müdigkeit und seelische Erschöpfung
  • Distanzierung von der Arbeit
  • Körperliche Beschwerden
  • Psychische Veränderungen
  • Kognitive Leistungseinschränkungen
  • Änderung im Verhalten (Depersonalisierung, sozialer Rückzug)

Das SECO erwähnt folgende Symptome eines Burnouts:

  • Depersonalisation (Gefühl weg von sich selbst zu sein): Verlust positiver Gefühle gegenüber Mitmenschen, häufig ärgerliches gereiztes Reagieren auf Mitarbeitende, Kollegen und Kunden, zynisch/ironisches Distanzieren, sich schlecht in andere Menschen hineinversetzen können.
  • Reduzierte kognitive Leistungsfähigkeit: Konzentrationsschwierigkeiten, Unfähigkeit neue Informationen aufzunehmen, Kreativitäts- und Motivationsmangel
  • Emotionale Erschöpfung: sich von der Arbeit ausgelaugt fühlen, sich bei der Arbeit zu sehr anstrengen zu müssen, überdauernde Müdigkeit beim Aufstehen, Gefühl von Hilflosigkeit
  • Diverse psychosomatische Beschwerden

Die Symptome zeigen sich in verschiedenen Phasen. Es gibt verschiedene Phasenmodelle. Allgemein kann man sagen:
Am Anfang steht die Begeisterung, am Ende die Erschöpfung.

-> Stress  -> siehe unten „Was ist Stress“

-> Ungleichgewicht zwischen Anforderung (Effort) und Ressourcen (Reward) gemäss ERI (effort-reward imbalance model):

Anforderung (Effort) – „Energieverbrauch“:

  • Aufmerksamkeit und Konzentration unter Zeitdruck
  • Emotional belastende Situationen und Verhalten
  • Körperliche Anspannung und Belastung
  • Zunehmende Komplexität und steigende Ansprüche

Ressourcen (Reward) – „Energiequellen“:

  • Wertschätzung und „gute“ Beziehungen (Zugehörigkeit)
  • Erfolgserlebnisse (Leistungen) und Feedback
  • Gestaltungsmöglichkeiten, Kreativität und Einfluss
  • Persönliches Wachstum, Lernen und Ethik

Burnout begünstigend sind u.a. folgende Arbeitsbedingungen:

  • Hohe Arbeitsmenge, hoher Termindruck, hohe Verantwortung und mangelnde Ressourcen (an Personalkapazität, Finanzmitteln oder auch notwendigem Knowhow).
  • Mangelnde Kontrolle bzw. Selbstbestimmung bei der Arbeitsdurchführung, fehlender Handlungsspielraum, mangelnde Partizipation an Entscheidungsprozessen.
  • Langer, häufiger, intensiver und anspruchsvoller Kundenkontakt.
  • Fehlendes oder wenig positives Feedback, unzureichende Be- und Entlohnung (gerade in bestimmten schlecht bezahlten sozialen Helferberufen, in denen die mangelnde Entlohnung letztlich eine Geringschätzung der geleisteten Arbeit signalisiert).
  • Schlechte Teamarbeit, mangelnde Kommunikation, fehlende soziale Unterstützung von Kollegen und Vorgesetzten.
  • Rollen- und Wertekonflikte
  • Drohender Arbeitsplatzverlust

Einfluss des modernen Arbeitslebens:

  • Arbeitsplatzverdichtung mit gleichzeitiger Einschränkung der Kontrolle und des   Entscheidungsspielraums
  • immer mehr Überstunden werden geleistet
  • trotz Abschaffung der Stempeluhren herrscht Druck auch ohne Zwang
  • Globalisierung: ständige Erreichbarkeit in internationalen Firmen

Gesellschaftliche Ursachen:

  • Gesellschaftliche Wertvorstellungen und Normen
  • Rollenspezifische Erwartungen

Der Begriff „Stress“ ist zum Modebegriff geworden. Viele Menschen bezeichnen damit nicht die negative, krankmachende Form von Stress, sondern die positive Herausforderung im Sinne von „Ich habe viel zu tun“ oder „Ich habe wichtige Aufgaben“. In diesen Fällen spricht man besser von „Herausforderungen“ und nicht von „Stress“.

Definition von Stress
Wenn von „Stress“ als Burnout-Ursache gesprochen wird, dann ist damit ausschliesslich der negative, krankmachende Stress gemeint, der verursacht wird durch das subjektive Erleben eines Menschen,
– Dinge nicht mehr positiv steuern und
– Probleme nicht mehr lösen zu können.

Dieser Stress blockiert auf die Dauer die Nutzung der natürlichen Ressourcen des Menschen und vermindert dadurch die Leistungsfähigkeit der einzelnen Person und der Organisation entscheidend

Auszug aus www.stressnostress.ch:

„Das Erleben eines Stresszustandes löst vielfältige und komplexe biochemische Prozesse im Organismus aus. Die Kurzbeschreibung soll lediglich dazu dienen, Stress besser als echtes Problem und nicht einfach als „Erfindung“ zu verstehen.

Die unwillkürlich ablaufenden Stressvorgänge haben die Menschen entwicklungsgeschichtlich von ihren „Vorfahren“ ererbt.

Die Natur stattet Lebewesen aus, auf eine echte Bedrohung rasch und konzentriert mit einer der beiden grundsätzlichen „Notfallstrategien“ zu reagieren: mit Kampf oder Flucht. Dazu werden bestimmte Hirnzentren aktiviert, die ihrerseits über Nervenleitungen und Hormone andere Organe dazu veranlassen, Hormone auszuschütten und bestimmte Körperfunktionen auf die Kampf- oder Fluchtsituation auszurichten:

  • Ausschüttung von Adrenalin zur Erhöhung der Kurzzeitleistungsfähigkeit
  • Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen zur Intensivierung des Stoffwechsels
  • Ausschüttung von Cholesterin zur Hebung des Energieniveaus
  • Ausschüttung von Kortison (Cortisol) zur Erhöhung der Konzentration
  • Ausschüttung von Endorphinen zur Verminderung der Schmerzempfindlichkeit
  • Erhöhte Sauerstoffaufnahmen und Atemgeschwindigkeit
  • Verengung der Blutgefäße, Abzug von Blut aus der Hautoberfläche

Ein real stattfindender Kampf oder eine Flucht nutzen diese physischen Ressourcen und setzen sie in echte Leistung um.

Da in unserer heutigen menschlichen Kultur aber physischer Kampf und physische Flucht eher seltene Bewältigungsstrategien sind, wirken sich die Prozesse im Falle von häufiger Wiederholung oder gar bei Dauerzustand nicht mehr konstruktiv aus, sondern richten sich destruktiv gegen den Menschen selbst in Form bekannter Zivilisationskrankheiten (wie Herz-/Kreislaufprobleme, Verdauungs-/Magenprobleme, Hautprobleme, etc.).“


Die Ausschüttung der oben erwähnten Stresshormone hat folgende Wirkung:

  • Adrenalin:  erhöht die Energieversorgung des Körpers
  • Noradrenalin: unterstützt die Entstehung von Angst im limbischen System
    Adrenalin und Noradrenalin haben aber insgesamt eher eine kurzzeitige Wirkung.
  • Kortison (Cortisol): Aufputschmittel für den Körper und hat eher eine Langzeitwirkung mit folgenden Folgen:
    • dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel mit einer zunehmenden Insulinresistenz
    • man verspürt weniger oder nur kleinen Hunger
    • erhöhter Puls steigert die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems
    • Immunsystem wird geschwächt, Aktivität der „natürlichen Killerzellen“ wird gesenkt
    • Anfälligkeit für Infektionskrankheiten
    • Schlafbedürfnis und Schmerzempfinden wird gesenkt
    • Denkblockaden entstehen

Stressabbau oder Stressminderung

Zwei Hauptansatzpunkte für den Stressabbau bzw. für die Stressminderung:
-> Externe Stressoren beseitigen
-> Den Umgang mit den Stressoren ändern


Stressbewältigung

Strategien zur kurzfristigen Stressbewältigung:

  • Abreagieren
  • Ablenken
  • Gedanken stoppen
  • Innere Distanz schaffen
  • Positives Zureden (ich schaffe das)
  • Spontanes Entspannung-Suchen
  • Zufriedenheitserlebnisse schaffen

Strategien zur langfristigen Stressbewältigung:

  • Ablegen der Opferrolle (vom „Opfer“ zum „Akteur“, vom passiven Erdulden hin zur aktiven Veränderung
  • Überprüfen der eigenen Erwartungen und privaten sowie beruflichen Ziele
  • Der Weg aus der „Perfektions-Falle“
  • Aufbau von körperlichen und psychischer Ressourcen
    • Balance zwischen Arbeit und Erholung finden
    • Regelmässig Sport treiben , sich bewegen
    • Richtige Ernährung
    • Beziehungen pflegen
    • Eigene Interesse und Hobbies pflegen
  • Aneignung und Umsetzung von Wissen über Methoden des Zeitmanagements, Selbstmanagements, Konfliktmanagements und der Entspannung

Burnout Prävention hat mit einer Auseinandersetzung mit folgenden Fragen und deren Bewusstmachung zu tun:

Wer bin ich?  
Kennen der eigenen Kompetenzen und Stärken
-> Unsicherheiten führen zu einer Depersonalisierung

Was will ich?
Klare und nichtüberrissene Zielvorgaben
-> Unsicherheiten führen zu einer emotionalen Erschöpfung

Wie erreiche ich effizient meine Ziele?
Mit einer effizienten Vorgehensweise die Leistungsfähigkeit steigern.
Ökonomisches Prinzip des sparsamen Umgangs mit mentalen und zeitlichen Ressourcen
-> Unsicherheiten führen zu einer Leistungsschwäche


Das Praktizieren von Yoga gilt als einer der besten Methoden für Stressabbau und Burnout-Prävention, siehe folgende Links:
Yogakurse in Unternehmen
Private Yogakurse
Private Yogakurse für Männ

Wer an einem Burnout-Syndrom leidet, benötigt eine fachmännische Betreuung!

Stichworte für therapeutische Massnahmen zur Behandlung eines Burnout:

  • Stressabbau: Externe Stressoren beseitigen und/oder den Umgang mit ihnen verändern
  • Burnout-Bewältigung: die eigenen Ziele überprüfen
  • Burnout-Bewältigung: Aufbau körperlicher und psychischer Ressourcen
  • Burnout-Bewältigung: Ablegen der Opferrolle
  • Burnout-Bewältigung: Zeitmanagement

Das Praktizieren von Yoga gilt als einer der besten begleitenden Methoden bei der Behandlung eines Burnout-Syndroms, siehe folgende Links:
Yogakurse in Unternehmen
Private Yogakurse
Private Yogakurse für Männer

Die Schwierigkeit einer frühzeitigen Burnout-Behandlung liegt eher in der mangelnden Bereitschaft der Betroffenen, Burnout-Anzeichen als solche wahrzunehmen und selbst aktiv gegenzusteuern.

Die Einsicht kommt bei den Betroffenen oftmals erst dann, wenn die fortschreitenden Burnout-Symptome eine partnerschaftliche oder gesundheitliche Krise zur Folge haben und der sog. Notwendigkeitspunkt (durch die Not erzwungene Wende) erreicht ist.

Menü schließen